VDMA-Energienetzwerk Nordbayern zieht positive Bilanz: Unternehmen nehmen Energieeffizienz selbst in die Hand

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Der VDMA hat seit 2015 sechs regionale Energieeffizienz-Netzwerke gegründet, in denen rund 65 Unternehmen erfolgreich zusammenarbeiten. Erfolgreicher Vorreiter war dabei das Netzwerk Nordbayern.

  • Netzwerk-Ziel wurde um über 40 Prozent übertroffen
  • Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Projektlaufzeit soll Netzwerk für weitere Jahre neu gestartet werden
  • Netzwerke leisten wichtigen Beitrag zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele Deutschlands

Im Dezember 2014 unterzeichneten Vertreter der Bundesregierung und der führenden deutschen Wirtschaftsverbände und -organisationen eine Vereinbarung über die Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken. Das Ziel: Energie und Emissionen einsparen! Der VDMA hat in diesem Rahmen seit 2015 sechs regionale Energieeffizienz-Netzwerke gegründet, in denen rund 65 Unternehmen erfolgreich zusammenarbeiten. Erfolgreicher Vorreiter war dabei das Netzwerk Nordbayern, das im März 2018 nach zwei Jahren seine erste Laufzeit beendet und jetzt in eine zweite Runde startet. Im Netzwerk Nordbayern haben sich zehn produzierende Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau zusammengeschlossen. Die Unternehmen haben gemeinsame Ziele und Maßnahmen vereinbart, die der VDMA als Netzwerkträger nun positiv resümiert.

„In den Netzwerktreffen haben die Unternehmen das Thema Energieeffizienz selbst in die Hand genommen - das definierte Ziel des Netzwerks Nordbayern lautete 6.700 MWh weniger Energie und 2.500 Tonnen weniger CO2-Emissionen bis Laufzeitende. Insgesamt wurden 37 Maßnahmen mit einer gesamten Endenergieeinsparung von jährlich 9.620 MWh durchgeführt. Daraus resultieren 3.720 Tonnen CO2-Einsparung. Das gesetzte Ziel wurde damit um mehr als 40 Prozent übertroffen“, resümierte Dr. Holger Müller, Projektleiter der Energieeffizienz-Netzwerke im VDMA, die Ergebnisse.

Mehr als die Hälfte der gezählten Energieeffizienzmaßnahmen entfallen auf Beleuchtung, Heizung und Warmwasser. Auch bei den weiteren Maßnahmen dominieren Querschnittstechnologien, wie zum Beispiel elektrische Antriebe, Pumpen oder Druckluft. Rund 90 Prozent der eingesparten Energie entfallen auf diese Kategorie. Außerdem wurden Maßnahmen angeschoben, die energetisch nur schwer zu bewerten sind, wie beispielsweise die Mitarbeitersensibilisierung sowie die Installation von Messtechniksystemen zur Energiedatenanalyse. Hier bestehen im Übergang zur Industrie 4.0 große Einsparpotentiale.

Energieeffizienz bei Produktionsprozessen stand bisher noch nicht ganz oben auf der Tagesordnung des Netzwerks Nordbayern. Der Zusammenhang mit den Produktionsabläufen erhöht die Komplexität und stellt für die Unternehmen eine Herausforderung dar. Hier wird ein Schwerpunkt in der nächsten Netzwerklaufzeit liegen, denn das Energienetzwerk Nordbayern soll nun für weitere zwei Jahre aufgesetzt werden. Darüber hinaus plant der VDMA fünf neue regionale Netzwerke, und auslaufende Netzwerke sollen wieder neu aufgesetzt werden.

Die Bundesregierung geht auf Basis bisheriger Erfahrungen mit bestehenden oder bereits abgeschlossenen Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland davon aus, dass die geplanten Maßnahmen zu Einsparungen von bis zu 75 PJ Primärenergie bzw. 5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 führen können. Die Netzwerkinitiative der Bundesregierung leistet hiermit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesrepublik Deutschland. Außerdem verfolgt sie die Steigerung der Energieeffizienz zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sowie zur Erschließung neuer Geschäftsmodelle. 

 

 

Über Forum Energie

Im Forum Energie führt der VDMA die energiepolitischen Aktivitäten des Verbandes zusammen und bündelt das Know-How der Branche zum Thema Energie. Als Sprachrohr für die Investitionsgüterindustrie vertritt das Forum Energie außerdem die Interessen des Maschinen- und Anlagenbaus gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

 

Über VDMA e.V.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt fast 3.200 vorrangig mittelständische Mitgliedsunternehmen der Investitionsgüterindustrie und ist damit einer der mitgliederstärksten und bedeutendsten Industrieverbände in Europa. Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine Schlüsseltechnologie und der Motor für die Wirtschaft. Rund 77 Prozent der deutschen Produktion gehen in den Export. Mit einem Umsatz von 220 Milliarden Euro (2016) ist er einer der führenden Industriezweige in Deutschland.

 

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Robert Kammel, VDMA Forum Energie,Tel. 030 3069 -4611, robert.kammel@vdma.org, beantwortet sie gerne

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