Energieeffizienz in den Prozessen: Wer nicht wagt der nicht gewinnt

VDMA

Am 16. Juli hat das Gründungstreffen des VDMA Energieeffizienz-Netzwerks München/Augsburg stattgefunden. Das Engagement der Teilnehmer war gleich von Beginn an sehr hoch.

Das neu gegründete Energieeffizienz-Netzwerk München/Augsburg ist gleich etwas Besonderes. Bei den meisten neuen Netzwerken wird sich zuerst mit den obligatorischen Querschnittstechnologien beschäftigt. Besonders beliebt sind die so genannten „Low-Hanging-Fruits“ – einfache Effizienzmaßnahmen mit geringen Investitionskosten und kurzer Amortisationszeit, wie z.B. der Wechsel auf LED-Beleuchtung. Vor Effizienzmaßnahmen in der Produktion schrecken viele Firmen zurück. Wenn die - meist an die Grenzen ausgelastete - Produktion gut läuft, scheuen sich viele Hand anzulegen. Dabei steckt hier oft großes Effizienzpotential, dass teilweise auch einfach umzusetzen ist.  

Anders startet dieses Netzwerk. Schon bei der Gründungsveranstaltung war deutlich, dass der Schwerpunkt des Netzwerks auf Energieeffizienzmaßnahmen in den firmeneigenen Prozessen liegen wird. Ein sehr komplexes Thema, dessen vielen Fassaden den Hauptteil der künftigen Netzwerktreffen ausmachen wird. Der Vorstoß kam dabei nicht nur von dem Netzwerkexperten HAWE Hydraulik SE, dessen Standorte schon seit 8 Jahren in Netzwerken aktiv sind, sondern auch von den Netzwerkneulingen, die damit umso mutiger an das Thema Energieeffizienz in der Produktion herangehen. Dazu gehören unter anderem Chr. Mayr GmbH & Co. KG, Krones AG, Riedl Aufzugsbau GmbH & Co. KG und Wacker Neuson SE.

Einen großen Mehrwert bietet hier die Struktur der VDMA-Netzwerke. Trotz ihrer Regionalität sind die Energieeffizienz-Netzwerke Branchennetzwerke des Maschinenbaus. Eine direkte Konkurrenz kommt zwischen den teilnehmenden Firmen, aufgrund der hohen Heterogenität des Maschinenbaus, selten vor. Trotzdem kann ein wesentlich tieferer Erfahrungsaustausch stattfinden, da die Firmen meist viele gemeinsame Prozessschritte haben. Dies ermöglicht damit auch einen tieferen und genaueren Einblick in die Effizienzpotentiale dieser Prozesse in den Netzwerken.

 

Über die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Unternehmen aller Branchen und Größen können von der Teilnahme an Energieeffizienz-Netzwerken profitieren. Die Ende 2014 gegründete Initiative Energieeffizienz-Netzwerke hilft Unternehmen dabei, sich branchenübergreifend, branchenintern oder unternehmensintern in Netzwerken auszutauschen und Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Die Initiative wird von 22 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft gemeinsam mit der Bundesregierung getragen. Ziel der Initiative ist es, bis zum Ende des Jahres 2020 die Gründung von rund 500 neuen Energieeffizienz-Netzwerke zu unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Steigerung der Energieeffizienz in Industrie, Handwerk, Handel, Gewerbe und Energiewirtschaft zu leisten.