VDMA: Maschinenbau sieht Energiewende als Zukunftschance

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Aktuelle Umfrageergebnisse zeigen, dass der Maschinen- und Anlagenbau weiterhin hinter der Energiewende steht. Die Politik muss jedoch weitere Rahmenbedingungen setzen, um das Projekt zum Erfolg zu führen.

Aktuelle Umfrageergebnisse zeigen, dass der Maschinen- und Anlagenbau weiterhin hinter der Energiewende steht. Die Politik muss jedoch weitere Rahmenbedingungen setzen, um das Projekt zum Erfolg zu führen.

Die Ergebnisse des aktuellen Energiewende-Barometers Maschinenbau spiegeln die positiven Erwartungen der VDMA-Mitgliedsunternehmen zur Energiewende wider. Etwa die Hälfte der Teilnehmer gibt an, die Energiewende habe überwiegend positive Auswirkungen auf das eigene Unternehmen. Für die Zukunft sehen das sogar über 60 Prozent der Befragten. „Der Maschinen- und Anlagenbau sieht die Energiewende als Zukunftschance. Um das Projekt zum Erfolg zu führen, ist die Politik jedoch weiterhin in der Pflicht, zuverlässige Rahmenbedingungen zu setzen“, sagt Matthias Zelinger, Energiepolitischer Sprecher des VDMA.

Derzeit geben nur 20 Prozent der befragten Unternehmen an, mit den politischen Maßnahmen zufrieden zu sein. Dennoch: Die Zustimmungswerte sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Die Detailbewertung ergibt, dass die Zufriedenheit vor allem in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz zugenommen hat. Sowohl beim Ausbau Erneuerbarer als auch in der Energieeffizienz wurden im letzten Jahr klarere politische Rahmenbedingungen geschaffen. „Unsere Unternehmen befürworten die Entwicklung. Politische Klarheit reduziert Investitions- und Planungsrisiken. Dennoch muss die Politik hier noch deutlich mehr tun, wie unsere Ergebnisse zeigen“, fasst Zelinger zusammen.

Auch bei den Stromkosten zeigt sich eine leichte Entspannung der Situation. Zwar gibt noch immer eine Mehrheit an, dass ihre Stromkosten gestiegen seien. Stark gestiegene Stromkosten verzeichnet heute jedoch nur noch etwa jedes fünfte Unternehmen.

Im Bereich Energieeffizienz gibt es nach wie vor ein großes Investitionspotenzial. Fast 80 Prozent der Hersteller von Effizienz- und Erzeugungstechnologien rechnen mit einem Investitionswachstum. Um das vorhandene Potenzial auszuschöpfen und Investitionshemmnisse abzubauen, werden geeignete marktwirtschaftliche Instrumente benötigt. „Mit dem NAPE wurde hierfür eine wichtige Grundlage geschaffen. Nun müssen die beschriebenen Maßnahmen auch konsequent umgesetzt werden“, fordert Zelinger.

Negativ entwickelt sich hingegen die Eigenstromversorgung. Nur noch 8 Prozent der befragten Unternehmen planen eine eigene Versorgung. Die vom VDMA kritisierten, neuen Regelungen machen den Aufbau einer eigenen Stromversorgung unwirtschaftlich. Zudem ist unsicher, wie hoch die Belastung aus der EEG-Umlage ab 2018 sein wird und ob bestehende Anlagen ebenfalls unter die Regelung fallen. Hier bedarf es einer schnellen Klärung mit der EU-Kommission. Auch dieses Beispiel zeigt: Investitionen in die Energiewende erfolgen dann, wenn klare Perspektiven für Technologien und ihren Einsatz erkennbar sind. Um die Energiewende zum Erfolg zu führen, muss die Politik auf allen Ebenen zügig und nachhaltig den Rahmen setzen.

Im Energiewende-Barometer Maschinenbau fragt der VDMA nach den Einschätzungen der Mitgliedsunternehmen zur Energiewende. Die aktuelle Umfrage fand von Anfang Mai bis Mitte Juni 2015 statt. An der Umfrage haben sich 270 Unternehmen beteiligt.

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